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Workshop für zwei
Workshop für zwei
Ein Workshop. Zwei Malerinnen, kurz vor ihren ersten Ausstellungen. Ich kenne die beiden schon lange und jetzt arbeiten wir zu dritt in einem meiner Workshops daran, ihre persönlichen Marken ins Visier zu nehmen.
Die Konstellation
Andrea und Verena. Zwei Menschen, zwei ganz unterschiedliche künstlerische Handschriften, die hier aufeinandertreffen.
Entsprechend geht es um eine besondere Form von Personal Branding. Nicht darum, Werte zu formulieren und gestalterisch abzuleiten, sondern das sichtbar zu machen, was bereits da ist: die Kunst selbst. Sie steht im Vordergrund, die Gestaltung flankiert sie, ordnet und rahmt.
In diesem Workshop – diesem ersten Hinschauen – geht es nicht darum, etwas fertig zu entwickeln. Wir skizzieren eine gestalterische Welt, die zur jeweiligen Arbeit passt – und zur Person dahinter.
Gerade weil es um Kunst geht, ist mehr Spielraum gefragt. Unerwartetes ist nicht nur erlaubt, sondern Teil der Inszenierung. Individualität und Eigenständigkeit sind die Maßeinheiten.
Die Vorbereitung
Für den Einstieg habe ich für jede der beiden ein Poster im Format 70x100 vorbereitet: eine dichte Sammlung aus Bildern, Farben, Ideen und Fragmenten. Moods, die ich für sie zusammengestellt habe – als Inspiration und Werkzeug, um damit den eigenen Weg zum Branding zu entdecken.
Beide bekommen dasselbe Material, und ich bin sehr gespannt, was sie damit anfangen werden. Ich kenne die beiden gut und habe schon eine Ahnung, was daraus entstehen könnte …
Meine Rolle im Workshop
Meine Aufgabe ist es, den Workshop zu begleiten: zu sortieren, Fragen zu stellen, meinen Blick anzubieten und aus dem, was die beiden anspricht, konzeptionelle Gedanken abzuleiten.
Ziel ist es, eine Richtung sichtbar zu machen, die uns im späteren Arbeiten, also in der Entwurfsphase, als Orientierung dient.
Der Workshop-Tag
Zum Workshop brachten die beiden ihre Bilder mit – als Anker. Und plötzlich war unser Arbeitsraum eine Galerie. Herrlich!
Nach dem Ankommen und einem ersten Kaffee habe ich kurz den Tagesablauf vorgestellt, bevor wir mit einer Imagination zur Einstimmung starteten.
Dann kam das große Inspirationsposter ins Spiel und sorgte erst einmal für Irritation. »Sollen wir das wirklich zerschneiden?« – Unbedingt!
Als sie anfingen, selbst auszuwählen, nahm die Arbeit richtig Fahrt auf und es wurde ruhig im Raum. Jede konzentrierte sich auf das Material und sortierte für sich, was sie ansprach.
Ich habe mich zunächst bewusst zurückgehalten. Die beiden sollten erst einmal ihre Favoriten zusammenstellen. Später bin ich punktuell eingestiegen, habe einzelne Beispiele gezeigt und Hintergedanken erklärt, die sonst nicht erkennbar gewesen wären.
Wenn sich der Kurs abzeichnet
Schon in dieser Phase entstanden die ersten Diskussionen und Aha-Momente – es begann zu knistern. Aus dem stillen Arbeiten wurden Gespräche, aus Beobachtungen Fragen, aus Fragen erste Entscheidungen.
Wege sichtbar machen
Der Funke war gezündet, jetzt ging es ans Verdichten. Die beiden hängten ihre ausgewählten Moods an die Wände – eine Sammlung aus Farben, Schriftanmutungen und atmosphärischen Bildern, bereit für den gemeinsamen Blick.
Jetzt zeigte sich das Gesamtbild: Die jeweilige künstlerische Handschrift war klar zu erkennen – und wie sie sich in der Personenmarke weiterdenken lässt. Die Richtung lag offen vor uns. Jetzt ging es darum, sie festzuhalten – und weiterzugehen.
Und so haben Andrea und Verena den Workshop erlebt:

Workshops sind ein fester Bestandteil meiner Projekte. Sie sind konzentriert und effektiv, machen Spaß und schaffen etwas Entscheidendes: ein gemeinsames Verständnis.
Alle Beteiligten wissen im Anschluss, woran wir arbeiten – und warum.







